Wenn es “kracht” im Gründerteam – ein Mediator kann helfen

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Viele Gründer gründen im Team. Denn eine Teamgründung bietet eine Menge Vorteile. Doch natürlich gibt es bei der Gründung im Team ebenso viele Herausforderungen. Kommunikations-, Rollen- und Machtkonflikte sind vielfach vorprogrammiert. Kommt es zum großen Krach, ist ein Mediator eine gute Idee.

Viele Gründer gründen nicht alleine, sondern gemeinsam mit anderen. Häufig sind es Freunde oder Bekannte, die man vielleicht aus einem gemeinsamen Studium oder der Arbeit in einem anderen Unternehmen kennt, denen man vertraut – und denen man zutraut, die Gründung “durchzuziehen”. Die Vorteile einer Teamgründung liegen auf der Hand: Die Mitglieder des Gründerteams können sich Kosten, Verantwortung und Risiken teilen. Zudem kann das Gründerteam so zusammengestellt werden, dass sich Kompetenzen ergänzen, dass die Stärken der einen Gründerin die Schwächen der anderen Gründer ausgleichen.

Zudem: Viele Hände und Köpfe erledigen die Arbeit auch einfach schneller als wenn man alleine unterwegs ist. Während der eine Gründer im Büro die Buchhaltung erledigt, kann der andere mit einem potenziellen Lieferanten Mittagessen gehen und die Dritte auf einer Gründerkonferenz einen Vortrag halten. Darüber hinaus macht es auch ganz einfach mehr Spaß, gemeinsam mit anderen die eigenen Ideen zu diskutieren, sie in die Tat umzusetzen und erste gemeinsame Erfolge zu feiern. Gerade in der Startphase ist alle neu, aufregend und motivierend und niemand denkt an Konflikte.

Doch da, wo mehrere Menschen eng zusammenarbeiten, ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Wenn bei der Verteilung der Verantwortung Zuständigkeiten nicht klar verteilt werden, können später Missverständnisse entstehen. Auch wenn Ziele nicht konkret gesetzt sind, kann das zu Unstimmigkeiten führen. Die Entscheidungsfindung ist in vielen Startups nicht klar geregelt, es gibt oft keine definierten Prozesse, wie Entscheidungen getroffen werden. Das fällt den meisten allerdings erst auf, wenn das erste Mal komplett gegensätzliche Meinungen im Raum stehen und es zu Unstimmigkeiten kommt. Denken Sie darüber hinaus an persönliche Konflikte, die vor allem, wenn die Gründer auch privat enger miteinander verbunden sind, häufig auftreten. Vom Geld ganz zu Schweigen – denn an dem Spruch “beim Geld hört die Freundschaft” auf, ist mit Sicherheit was dran.

Doch was tun, wenn im Startup ein Konflikt eskaliert, wenn die Fronten verhärtet sind und sich das Problem über ein normales Gespräch nicht lösen lässt? Solch eine Situation kann den Geschäftsbetrieb schnell lähmen. Der Erfolg der ganzen Unternehmung steht auf dem Spiel.

Mit Mediation aus der Krise

An dieser Stelle ist es eine gute Idee, sich auf die Suche nach einem Mediator zu begeben. Mediation ist eine Methode, um ohne Gerichte und Anwälte Konflikte konstruktiv aus dem weg zu schaffen. Dabei ist es wichtig, dass alle Konfliktparteien freiwillig an der Mediation teilnehmen, dass die Mediation vertraulich und strukturiert durchgeführt wird und dass der Prozess ergebnisoffen verläuft. Das setzt einen Mediatoren oder eine Mediatorin voraus, die wirklich vollkommen unparteilich und unvoreingenommen agiert. Beide Konfliktparteien sollten wirklich an einer Lösung des Problems interessiert sein, sich auf den gewählten Mediatoren einlassen und Ernst nehmen.

Bei der Auswahl eines Mediators oder einer Mediatorin ist darauf zu achten, dass man jemanden mit der nötigen Erfahrung und Expertise auswählt. Mediator ist keine geschützte Berufsbezeichnung, jedem steht es frei unter diesem Label seine Dienste anzubieten. Darum ist die Qualität der Angebote höchst unterschiedlich. Ein Qualitätsmerkmal ist beispielsweise ein Zertifikat des Bundesverbands Mediation. Darauf können Sie bei der Auswahl eines Mediators achten.

Grundsätzlich bietet Mediation eine Reihe von Vorteilen gegenüber einem Gerichtsverfahren: Das fängt schon bei Ziel der Mediation an, denn es geht nicht darum, Recht zu bekommen, sondern sich zu einigen und weiterhin zusammenzuarbeiten, ohne dass ein Einzelner schwere Verluste oder eine öffentliche Demütigung erfährt. Zudem ist ein Mediationsverfahren in der Regel günstiger als ein Gerichtsprozess. Und man spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit, denn ein Gerichtsprozess kann sich lange hin ziehen, während eine Mediation im Normalfall in einer oder einigen wenigen Sitzungen abgeschlossen ist.

Was ist Ihre Meinung? Haben Sie bereits Erfahrungen mit einer Mediation gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Beitragsbild: KatarzynaBialasiewicz

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