Verteilte Teams führen – 5 Tipps

verteiltes team

Dass auf der ganzen Welt verteilte Teams orts- und teilweise auch zeitunabhängig zusammenarbeiten wird in unserer globalisierten Welt immer mehr zur Normalität. Viele Startups bauen ihre Strukturen und Prozesse von Anfang an so auf, dass alle Teammitglieder vollkommen flexibel zusammenarbeiten können. Das bietet eine Menge Vorteile (für die Mitarbeiter und für die Unternehmen), aber eben auch Herausforderungen. Hier 5 Tipps für das Arbeiten in verteilten Teams.

Entfachen Sie Teamspirit

Wie in jedem Team ist auch in verteilten Teams ein „Wir-Gefühl“ entscheidend. Ein eingespieltes Team, das auf gemeinsame Ziele eingeschworen ist und an einem Strang zieht, ist Gold wert. Natürlich ist es wesentlich leichter Teamspirit zu entfachen, wenn man als Team jeden Tag persönlich zusammenkommt, gemeinsam isst, sich an der Kaffeemaschine ?festquatscht? oder auch nach Feierabend mal gemeinsam was trinken geht. All diese Aktivitäten sind nicht so einfach möglich, wenn der Projektmanager im Berliner Office, der Entwickler im Coworking Space in Moskau und die Designerin in Portugal im Strandcafé arbeitet. Sie müssen also kreativ werden, um Teamspirit zu entfachen. Warum sich nicht einmal die Woche zum gemeinsamen Lunch im Google-Hangout treffen? Warum nicht einen Chatraum einführen, der nur für privaten Smalltalk reserviert ist? Warum nicht ein bis zweimal im Jahr das ganze verteilte Team an einem Ort zu einem gemeinsamen Offsite zusammenbringen?

Nutzen Sie passende Tools

Früher (in der Pre-Internet-Ära) war Arbeiten in verteilten Teams eigentlich undenkbar – heute funktioniert es vor allem, weil die technische Infrastruktur relativ kostengünstig zur Verfügung steht. Denken Sie dabei bitte nicht an E-Mails, sondern an Tools, die für genau diese Form der Zusammenarbeit konzipiert wurden: Mit Tools wie Slack, Trello, Dropbox oder WeTransfer werden Kommunikation, Projektmanagement, kollaboratives und kreatives Zusammenarbeiten über zeit- und ortsgrenzen hinweg möglich. Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Tools darauf, dass sie für alle Teammitglieder leicht zu nutzen sind und auch von allen (wirklich allen!) Teammitgliedern akzeptiert und genutzt werden. Denn nichts ist schlimmer, als wenn sich Grüppchen um verschiedene Tools herum bilden (und andere Grüppchen um andere). Ein Vorteil ist es darüber hinaus, wenn Tools erweiterbar sind, falls sich der Bedarf im Laufe der Zeit ändert.

Kümmern Sie sich um den Datenschutz

Wenn die ganze Kommunikation, alle Daten und Dokumente eines Projekts im virtuellen Raum dokumentiert und archiviert ist, bietet das natürlich enorme Vorteile; beispielsweise lassen sich neue Teammitglieder schnell einarbeiten; es entsteht kein Zeitverlust, weil irgendwelche Dokumente nicht vorhanden sind. Doch natürlich bietet solch ein virtueller Aktenschrank auch enorme Risiken. Falls nur ein Teammitglied denkt „Passwort“ sei ein sicheres Passwort oder falls Software nicht regelmäßig geupdatet wird, kann schnell eine Menge Aufwand und Ärger entstehen, der eine Menge Zeit und Geld kostet.

Schulen Sie die Schreibkompetenz

Klar basiert die Zusammenarbeit von verteilten Teams auf digitalen Kanälen, doch einer der wichtigsten Kompetenzen für ortsunabhängig arbeitende Teammitglieder ist eine überaus altmodische: Schreiben. Ein Großteil der Kommunikation in verteilten Teams verläuft schriftlich. Und wer besser schreiben kann, der kann schneller schreiben, Dinge besser auf den Punkt bringen, den richtigen Ton treffen, Missverständnisse vermeiden, sein Wissen erfolgreich vermitteln oder andere motivieren. Legen Sie deshalb schon beim Recruiting von neuen Mitarbeitern Wert, auf deren Schreibkompetenz und schulen Sie Ihre Mitarbeiter entsprechend. Das wird Ihr Team voranbringen.

Klären Sie Verantwortlichkeiten

Keine Frage: In jedem Team muss klar sein, wie Entscheidungen getroffen werden so auch in verteilten Teams. Hat zum Beispiel die Fach- oder die Führungskraft das Sagen? Kommt es hier zu Diskussionen, kann das schnell zum Zeitfresser werden. Denn in verteilten Teams sind solche Abstimmungsrunden eben aufwendiger, als wenn man mal kurz nach dem Mittagessen in den Konfi einladen kann. Klare Richtlinien helfen weiter.

Haben Sie bereits Erfahrung bei der Arbeit in oder beim Führen von verteilten Teams gesammelt? Können Sie weitere Tipps geben? Sehen Sie die Arbeit in verteilten Teams vielleicht sogar kritisch? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

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