„Die Welt heutzutage bietet unzählige Probleme, die gelöst werden wollen“

flsk team

Patrick Bohrer und sein Team wollen mit der FLSK herkömmliche Trinkflaschen in den Schatten stellen. Welche Eigenschaften das Produkt auszeichnen, wie überhaupt die Idee entstanden ist und wie die Produktentwicklung funktionierte, erklärt Gründer Bohrer im Interview mit GO AHEAD.

 

GO AHEAD: Hallo Herr Bohrer, Sie haben – glaubt man Ihrer Website – die „ultimative Trinkflasche“ entwickelt. Was dürfen wir uns darunter vorstellen?

Patrick Bohrer: Wir haben uns immer gefragt, wieso der Mensch Kompromisse beim Kauf einer Trinkflasche eingehen muss. Wieso sind übliche Trink- und Thermosflaschen oft undicht, unhandlich und schwer? Wieso halten sie die Temperatur nicht? Und wieso können die wenigen Exemplare, die sehr funktional sind, nicht auch noch klasse aussehen und nachhaltig produziert werden? Die FLSK ist kompromisslos. Sie vereint höchste Funktionalität mit einem modernen Design – die „ultimative Trinkflasche“ eben.

Wie ist die Idee zu FLSK entstanden?

Bohrer: Die Idee zur FLSK ist mit – wie könnte es auch anders sein – kaltem Bier entstanden. Quentin, unser Mitgründer und jetziger Geschäftsführer, spendierte uns eiskaltes Bier aus einer Thermoflasche, die am südafrikanischen Markt bereits seit vielen Jahren erfolgreich etabliert war. Das Besondere: Das Getränk befand sich bereits einen ganzen Tag in der Flasche und war dennoch eiskalt und kohlensäurehaltig. So ein Produkt konnte man bis dato auf dem europäischen Markt nicht beziehen. Die Idee war geboren: Das Vorbild wurde in Zusammenarbeit mit dem südafrikanischen Partner hinsichtlich Design und Funktion überarbeitet, eine klare Brand erschaffen und das Produkt gelauncht.

Wie lief die Produktentwicklung ab?

Bohrer: In der Produktentwicklung hatten wir das Glück, dass wir mit der Firma zusammenarbeiten durften, die das Urprodukt in Südafrika auf den Markt gebracht hat. Sie konnten uns viele Insights und Know-How geben, was andernfalls viel Geld und Zeit gekostet hätte. Danach war die FLSK das Werk unseres hochbegabten Designers Simon, welcher seine Vision eins zu eins in unserem Produkt verwirklichen und umsetzen konnte. Es kommt immer wieder auf das Gleiche hinaus – Team, Team, Team.

Wie bringen Sie Ihre Produkte an Ihre Zielgruppe? Welche Kanäle nutzen Sie? Welche Erfahrungen haben Sie mit den verschiedenen Kanälen gesammelt?

Bohrer: Derzeit sind wir sehr stark online aufgestellt. Wir vertreiben unsere Trinkflaschen über unsere eigene Webseite sowie über Amazon. Kleine Tests mit dem Handel haben uns aber über die letzten Monate Zuversicht gegeben, dass dies ein sinnvoller Kanal ist, um sich physisch präsenter und die FLSK für andere Zielgruppen auch erreichbar zu machen. Bisher konnten wir durch diesen Vertriebs-Mix durchwegs positive Erfahrungen machen: Unsere Webseite zieht Kunden an und bietet Informationen, der Handel stärkt unsere Brand und Reichweite und über Amazon erreichen wir die Kaufentschlossenen. Somit haben wir uns entschieden alle drei Kanäle weiter zu bedienen.

Sie bieten Trinkflaschen nicht nur für Privatpersonen, sondern ebenso für Unternehmen. Warum sollten die zugreifen?

Bohrer: Unternehmen profitieren sehr von unserem Angebot. Wir sind in der Lage, die FLSK Trinkflaschen mit einer Lasergravur – zumeist das Firmenlogo – zu individualisieren. In diesem Prozess lasern wir den Lack unserer Flasche weg und es verbleibt die reine Edelstahlwand darunter. Diese Veredelungsart ist hochpräzise, modern und natürlich ein Statement für Firmen, die nach einem nachhaltigen, sinnvollen Geschenk umschauen. Auf Wunsch individualisieren wir die Flaschen sogar mit Namen der Angestellten.

Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich aktuell? Was sind Ihre nächsten Herausforderungen? Wie wollen Sie die meistern?

Bohrer: Als innovatives Jungunternehmen wurden wir ins Förderareal der Tendence Messe in Frankfurt eingeladen und werden uns hier auf die Expansion im Handel fokussieren. Wir suchen nach sinnvollen Ergänzungen unseres Netzwerkes um Handelsvertreter, Großhändler und normale Händler. Darüber hinaus freuen wir uns natürlich auch über neue Impulse und Kontakte aus der Branche.

Können Sie angehenden Gründern bisherige Erfahrungen, Tipps oder Tricks weitergeben?

Bohrer: Die Welt heutzutage bietet unzählige Probleme, die gelöst werden wollen. Man sollte sich gezielt einer Problemstellung widmen und einen klaren Fokus behalten. Das wird aber in den wenigsten Fällen funktionieren und so können Projekte schnell das doppelte an Zeit und Geld kosten. Die Klassiker: Das Geld läuft aus, die Zeit davon, das Personal weg und der Markt drüber und drunter. Für diese Eventualitäten sollte man immer noch einen Plan B und C im Ärmel haben.

Vielen Dank für das Interview!

Beitragsbild: FLSK Products GmbH

1 Kommentar zu “„Die Welt heutzutage bietet unzählige Probleme, die gelöst werden wollen“

  1. David

    Um herauszufinden ob deine Geschäftsidee wirklich großes Potential hat und du mit deiner Idee in die Selbständigkeit starten kannst, gibt es eine sehr einfache Möglichkeit um das zu testen. Teste deine Idee mit den folgenden Fragen auf ihr Erfolgspotential

    Fragen zu deiner Zielgruppe und dem Problem das du mit deiner Idee lösen willst:

    1. Dein Kunde hat ein Problem, dass er nicht selbst lösen kann oder will.
    2. Dein Kunde kann dem Problem nicht aus dem Weg gehen
    3. Dein Kunde muss eine Problemlösung finden.
    4. Dein Kunde hat einen hohen Leidensdruck.
    5. Dein Kunde muss auf dem schnellsten Weg eine Lösung finden.
    6. Es gibt aktuell keine verfügbare Lösung, die das Problem des Kunden löst und sein Bedürfnis vollständig befriedigt.

    Die Geschäfts Idee für deine Selbständigkeit bzw. deine Problemlösung

    1. bietet dem Kunden einen hohen Nutzen
    2. ist einfach verständlich und sofort umsetzbar
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    Du kannst bei den Fragen maximal „9 JAs “erreichen. Wenn du weniger als 7 Jas erreicht hast, mach dir bitte nochmal Gedanken über dein Idee.

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