„Ein Baum, der im grünen Wald gewachsen ist, verdient es einfach als Möbel ‚gelebt’ zu werden“

Julia Kasper ist Gründerin der holzgespür KG. Im Interview erfahren Sie, welches Geschäftskonzept und welche Vision sich hinter dem Firmennamen verbergen – und mit welchen Herausforderungen die Gründerin in der Startphase ihres Unternehmens zu kämpfen hatte.

Hallo Frau Kasper, wie sieht Ihre Geschäftsidee aus?

Julia Kasper: Auf www.holzgespuer.de kann sich jeder Kunde seinen Wunsch vom individuellen Massivholz-Möbelstück mithilfe eines 3D-Konfigurators erfüllen.

Wie kann man sich diesen Weg zu individuellen Möbel vorstellen?

Kasper: Beim Möbelkauf im Möbelhaus bekommt der Kunde meist standardisierte Möbel, die Individualität ist dort nicht gegeben. Beim Tischler erwartet den Kunden ein persönliches Möbelstück, jedoch sind der visuellen Darstellung meist Grenzen gesetzt. Mit unserem innovativen 3D-Konfigurator verbinden wir beides – traditionelles Handwerk mit einer modernen Online-Plattform und individualisierbaren Produkten. Zusätzlich drehen wir für jeden Kunden ein Video, damit dieser selbst entscheiden kann, aus welchem Baumstamm sein Möbelunikat hergestellt werden soll.

Welche Vision steckt hinter Ihrer Idee?

Kasper: Massivholzmöbel haben oft mit Vorurteilen zu kämpfen: Viele zögern, sich ein Möbelstück zuzulegen, das einen jahrzehntelang begleitet. Wir leben eben eher in einer Wegwerfgesellschaft. So ein Baum, der im grünen Wald gewachsen ist, verdient es aber, lange genutzt zu werden und als Möbel ‚gelebt‘ zu werden.

Wir verwenden für unsere Massivholzmöbel nur heimische Hölzer aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung und in Verbindung mit bester Handwerkskunst entsteht so ein Gefühl von Individualität, das kein Massenprodukt der Welt bieten kann. Langfristig möchten wir unsere Plattform für weitere Hochwert-Schreinereien öffnen, damit diese ihre einzigartigen Möbel auch über digitale Kanäle vermarkten können.

Was waren Ihre größten Herausforderungen bisher und wie haben Sie die gemeistert?

Kasper: Die größte Herausforderung war für mich die Zusammenstellung des Teams. Es ist gar nicht so einfach eine Gruppe an Mitarbeitern zu finden, die perfekt zusammen passen. Besonders bei der Entwicklung des 3D-Konfigurators hatte ich genaue Vorstellungen und so hat die Suche nach unserem Softwareentwickler auch etwas länger gedauert. Aber jetzt habe ich eine Gruppe an Mitarbeitern um mich, die super zusammen arbeiten.

Was werden Ihre nächsten Schritte sein?

Wir müssen uns jetzt um Venture Capital bemühen. Zudem möchte ich mein Netzwerk weiter ausbauen und werde auch in naher Zukunft weitere Mitarbeiter rekrutieren. Daneben steht die Intensivierung von Marketing und Werbung auf dem Programm.

Vielen Dank für das Interview!

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